Friday, November 25, 2011

Suesses sonst gibt`s Saures!

Halloween, das wird hier in den USA wirklich wahnsinnig gross geschrieben. Ich wusste ja, dass es im Gegensatz zu Deutschland, national "zelebriert" wird. Aber wer haette damit gerechnet, dass auf einmal die Gaeste in Disney World alle mit "Happy Halloween" T-Shirts, teilweise verkleidet, herumlaufen wuerden und die Dekorationen genauso gross aufgezogen werden wie die zur Weihnachtszeit! In Disney`s Magic Kingdom gab es die sogenannte "Mickey`s not so scary Halloween Party", bei der Massen ueber Massen an Suessigkeiten verteilt wurden, von denen z.B. wir uns (Dank unserer lieben Kanadierin, die mit mehr als vollen Tueten zurueck kam) in diesem Apartemt, nach fast einem Monat, immernoch ernaehern!
Nun ja, viel wichtiger aber ist ja, dass dieses Jahr das erste Mal sein sollte, dass ich Halloween feiere, so richtig, inklusive Kostuem und Halloweenparty. Und was bedeutet das? Die Suche nach einem passenden Outfit war eroeffnet! Die Auswahl ist wirklich gigantisch, wenn man durch die unzaehligen party-/Kostuemgeschaefte schlendert. Zwischen Schneewittchen und den etwas fragwuerdigen Darstellungen von Polizistinnen und Krankenschwestern, fand ich dann ein nettes Kleidchen im Look der Alice im Wunderland. Die Tatsache, dass Alice blond ist und ich der Meinung bin, mein bruenettes Haar steht mir doch etwas besser, regte mich dann zum Nachdenken an, welches zu dem Ergebnis fuehrte, eine etwas andere Version der Alice zu praesentieren. Und da ja Halloween ein Fest der Geister und des Gruselns ist, kaufte ich mir einfach eine Flasche Kunstblut, um dann spaeter ein wenig an der Verkleidung rumzubasteln. Nunja, zugegeben, das Kleid war etwas kurz, so wie alle anderen, die einem zur Auswahl gestellt werden auch. Ich habe das dumpfe Gefuehl, dass die Amerikaner das mit Absicht machen! Aber nunja, ist nur eine Vermutung. Aus diesem Grund war jedenfalls auch noch ein Unterrock noetig, der so richtig fluffig sein musste um meiner Vorstellung zu entsprechen. Schuhe.. also selbstverstaendlich muessen die ja auch zu meinen Charakter passen, und wer hat schon Schuhe im Schrank, die einer Alice auch gefallen wuerden?
Nachdem ich dann ettliche Kleinigkeiten fuer mein Kostuem zusammen hatte, ging es dann um die Planung, wo ich denn nun diesen Anlass verbringen wuerde. Zur Auswahl standen zum einen eine Party in einer von deutschen Kollegen und Freunden gemieteten "Villa" und zum anderen Downtown Orlando, wo an diesem Abend eine Menge auf den Strassen los sein sollte. Da man ja aber ein gewisses Bild im Kopf hat, wie man sich so eine Halloweenparty vorstellt (in meinem Fall eine Haus-Party mit Freunden und bunten Bechern, wie in den unzaehligen Teenager-Filmen die man so gesehen hat), entschied ich mich fuer die Villa.

Als es dann am Montag, den 31.10. endlich soweit war, mussten meine Mitbewohnerinnen und Becks, (die als der Joker von Batman verkleidet war) dafuer sorgen, dass das Kunstblut ordentlich auf Kleid, Koerper und Gesicht verteilt wuerde. Da ich das Kostuem "Alice finally catched the Rabbit" (von wegen weisses Kaninchen und so) nannte, musste es so aussehen, als waere das Blut durch einen kleine Fight ueberall auf mir gelandet. Karianne, meine norwegische Mitbewohnerin die mit auf die Party kam, ging naemlich als das eben genannte weisse Kaninchen aus Alice im Wunderland. Der Prozess war wirklich unterhaltsam, wenn auch ein bisschen ekelhaft. Aber das Ergebnis konnte sich sehen lassen!


Alles zusammen gepackt, noch eben ein paar meiner Mitbewohnerinnen geschminkt und schon konnte es losgehen. Mit 3 Taxen (mindestens) kamen die Leute nach und nach an, das Haus war passend geschmueckt und fuer Getraenke, Naschkram und gute Musik war auch gesorgt. Alle waren verkleidet, die Stimmung war super. Kreative Kostueme wechselten sich ab mit Kleidchen, die man vielleicht nichteinmal als ganzes Kleidungsstueck bezeichnen konnte.
Die boese Herz-Koenigin, Alice und das weisse Kaninchen
Toby, Becks und Jasmin
Aber das gehoert ja wie man weiss, wenn man viel MTV gesehen hat, auch dazu! Einige
Deutsche, Norweger, Mexikaner und Amerikaner verbrachten dann alle zusammen diesen wirklich interessanten Anlass. Definitiv eine gute Party, aber wie das bei privaten Feiern so ist, irgendwas geht schief. In diesem Falle war ich die Person, die diese gewisse Karte gezogen hat (die mit dem "A" am Anfang). Denn als dann das Taxi kam, mit dem ich mit weiteren Deutschen zurueck in die Commons gefahren bin, sollte der Tag ein unschoenes Ende fuer mich nehmen. Nachdem ich (wohlbemerkt schon im Taxi sitzend) Geld aus meinem Geldbeutel genommen hatte, legte ich dieses auf meinen Schoss. Als wir dann ankamen allerdings, war dieses verschwunden. Und mit ihm so ziemlich alles was wichtig ist fuer den Alltag hier. Fuehrerschein, Disney ID, The Commons ID, deutsche Kreditkarte, amerikanische Kreditkarte, mein Mainentrancepass (mit diesem kann ich Freunde in den Park bringen, damit diese keinen Eintritt zahlen muessen) und das alles zwei Tage bevor mein Freund mich besuchen sollte. Nicht dass ich mir diesen Besuch dadurch versauen lassen wuerde, aber dennoch eine sehr aergerliche Angelegenheiten.

Trotz all dem war die Party eine sehr gelungene. Es gab am naechsten Morgen mit Sicherheit einiges aufzuraeumen, aber was tut man nicht alles! Und wenn dieses die letze Halloweenparty meines Lebens war, dann kann ich zumindest sagen, es war eine sehr amerikanische, so wie ich mir das immer vorgestellt habe! Mein Satz zum Abschluss: Denkt bloss nicht dieses Kunstblut geht so einfach wieder raus. Ein wirklich sehr hartneckiges Zeug!

Thursday, November 24, 2011

Viel zu lang

Es ist bereits viel zu lange her, dass ich mitgeteilt habe, was hier drueben in den Staaten so vor sich geht. Leider ist mein Laptop seit einiger Zeit nicht mehr verwendbar, was sich hoffentlich bald aendert. Solange muss ich mir jetzt ab und zu den PC von meiner Norwegerin schnappen. Ich bitte aus diesem Grund ueber fehlende Umlaute oder eventuelle Buchstabendreher hinwegzusehen, da die Tatstatur sich dann doch ein wenig von der unseren unterscheidet! :) Es werden nun Artikel zu verschiedenen Themen folgen, die teilweise schon etwas zurueck liegen, von denen ich aber unbedingt erzaehlen moechte.
Weihnachtsbaum vor den
Disney`s Hollywood Studios
Die Arbeit ist zur Zeit etwas anstrengend, naechste Woche habe ich 54 Stunden inkl. eines 6ten Tages Arbeit vor mir. Ist ja nicht so, als wuerde mir das Geld nicht gelegen kommen, aber wirklich motivieren tut mich das trotzdem nicht. Lieber wuerde ich mich auf Weihnachten vorbereiten, Geschenke besorgen, einen Weihnachtsbaum kaufen und schmuecken und vor allen Dingen mit der Familie (in diesem Fall gespielt von meinen 5 Mitbewohnerinnen) im Wohnzimmer Weihnachtslieder hoeren. Aber bei 28 Grad draussen und das im November, faellt einem das mit der Vorstellung von Weihnachten nicht so ganz leicht. Auch wenn die Disney Parks von oben bis unten festlich dekoriert sind. Da stehen sie dann, die Tannenbaeume, zwischen Palmen und Erfrischungsgetraenke-Staenden. Aber wenn man sich dann mal genauer umschaut, bemerkt man, dass Disney zumindest was vom Dekorieren versteht, ganz nach dem Motto mehr ist dann manchmal doch mehr!


Mit meinen Mitbewohnerinnen laeuft es zur Zeit eigentlich auch sehr gut. Ich habe das Gefuehl so langsam sind wir alle warm miteinander und DVD Abende mit viel Lachen und gemeinsamen Traenen sind so langsam auch keine Seltenheit mehr! Aber damit ihr euch mal ein Bild (ich meine das woertlich) von ihnen machen koennt, stell ich sie euch jetzt in einem kurz Portrait einmal vor!

Jette aus Berlin, unser Kueken und neuster Zuwachs. Meine deutsche Unterstuetzung in diesem Apartment und eine echte Bereicherung fuer unser Zusammenleben. Ich habe wenige Menschen getroffen, die so froehlich sind und soviel Positives ausstrahlen.Wie wir feststellen konnten haben wir einige gemeinsame Interessen, vor allem was Musik angeht.  Schon nach den wenigen Wochen die sie hier ist, nicht mehr wegzudenken!

Justine, die kleine Suesse Franzosin. Ich will sie in kein Klischee stecken, aber mit ihrem niedlichen Akzent und dem huebschen Gesicht, kann ich sie mir perfekt vorstellen, mit einem Glas Wein auf einer Wiese mit Blick auf den Eifelturm und einem Korb voller Baguettes. Sie ist eher schuechtern, aber ein wahnsinnig interessanter Mensch.

Eirill aus Norwegen, ohne sie waere es hier wahrscheinlich nur halb so ordentlich. Wir alle arbeiten viel und geben uns Muehe zwischendurch aufzuraeumen und zu putzen, aber sie hat auf jeden Fall den groessten Anteil an der Ordnung des Apartments. Ein echter Engel, unfassbar hilfbereit und ehrlich.

Chelsea, die etwas forsche Kanadierin. Sie kann wirklich ein Schatz sein, aber anlegen sollte man sich nicht mit ihr. Trotz der Probleme die hier ab und zu auftauchen, ist sie im Moment aus unserer kleinen Familie nicht wegzudenken.

Und, last but not least, Karianne, meine kleine norwegische Zimmergenossin. Eine starke Persoenlichkeit, frech, gewitzt und super lieb. Wir haben eine menge Spass zusammen, lachen unheimlich viel. Bei uns beiden ist es ein Geben und Nehmen und wir verstehen uns einfach (meist) ohne Probleme! Wenn man mit jemandem feiern kann, dann eindeutig mit ihr, auch wenn ich dann meistens diejenige bin, welche sie dazu bringen muss aufzustehen, um ihre Fruehschichten im norwegischen Pavillion anzutreten.
Ich haette es wohl kaum besser treffen koennen mit meinem Roomie.


Im Grossen und Ganzen bin ich mit meinem Apartment sehr zufrieden, auch wenn ich nur ein kleines Fach im Kuehlschrank habe, nicht immer die Musik laut aufdrehen kann auf die ich gerade Lust habe oder mir der Sofabezug nicht gefaellt. Ich habe wahnsinniges Glueck mit meiner kleinen Familie hier in den Commons und freu mich auch schon auf das, was wir hier noch gemeinsam erleben und durchmachen werden.

Soviel dann erstmal zum aktuellen Stand um mein Leben hier in Orlando. Das meiste ist unveraendert, meine Familie und Freunde fehlen mir, ich liebe Palmen, Shoppen ist mein groesstes Hobby und ich habe einen tollen Mann an meiner Seite (nicht woertlich leider).

An dieser Stelle beste Gruesse an die Heimat, geniesst die Kaelte, waere sie nicht da, wuerde sie euch fehlen! Ich weiss wovon ich spreche! :)

Friday, October 14, 2011

Küchentraining. Drizzle for shizzle!


Das Foto habe ich leider nicht selber gemacht,
 aber es zeigt unseren "Yellow Cupcake" ganz schön,
man beachte das gedrizzelte Karamell!


Diesen Montag war der erste Tag meines Küchentrainings. Da Kitty meine Trainerin ist, eine super Sache! Angefangen haben wir mit den Grundsätzen des Karamell Schmelzens. Man könnte ja meinen, dass das flüssige Karamell lecker aussieht, aber dem ist, wenn man einen tiefen Blick in den Topf wirft, leider nicht so. Nach enttlichem Umrühren und Warten, konnten wir die bereits auf die Sticks gesteckten grünen Äpfel endlich eintauchen, was zu meinem Überraschen, gar nicht so einfach ist. Das geht ganz schön ins Handgelenk. Und nein, man taucht den Apfel nicht einfach ein, man muss dann auch noch wieder etwas abscharben, weil das Karamell während des Trockenvorgangs ja noch etwas nach unten nach rutscht. Ähnlich läuft es dann auch mit dem "Peanut Caramel Apple", der zusätzlich nach dem Tauchgang noch in eine Nusswanne gesetzt wird. Die anderen Äpfel, dazu gehören der "Milk Chocolate Apple" (Karamell und Milchschokolade), "Applepie Apple" (Karamell, weiße Schokolade und brauner Zucker, weils ja sonst noch nicht süß genug ist) und der "Rocky Road Apple" (Karamell, Michschokolade, kleine Marschmallows als zuätzlicher Mantel, Pekannüsse, gedrizzelt mit weißer und dunkler Schokolade), werden nicht bei uns in der Küche hergestellt. Anschließend dann durfte ich Erdbeeren in Schokolade dippen. Wir verkaufen die teilweise übergroßen und teilweise peinlich kleinen Früchtchen sowohl in dunkler als auch in Milchschokolade, gedrizzelt mit Karamell. Ebenso müssen unsere Marschmallows on a Stick in die Schokolade getaucht werden um dann mit Karamell verziert zu werden. Man braucht für das Schokobad etwas Geduld, aber wenn man die Gäste so sieht, denen vor der Scheibe dass Wasser im Mund zusammen läuft, dann macht es doch schon Spaß. Genau so ist es auch bei dem Drizzeln (ich hab das Wort einfach mal schnell eingedeutscht) selbst, welches wir genau wie das Dippen der Äpfel, direkt vor einem Fenster zur "Hauptstraße" machen. Die Leute versammeln sich dann teilweise davor mit ihren Familien und starren wie gebannt, wenn man ein Tablett mit z.B. Cookies mit Karamell besprenkelt. Die meisten Sachen werden uns von einer Bäckerei von Werthers zugeschickt, sodass wir lediglich noch die Karamell-Dekoration hinzufügen müssen. Zu diesen gehören unsere drei verschiedenen Cookies ("Caramel filled Chocolate Cookie", "Peanutbutter Crunch Cookie" und der "Apple Oat Meal Cookie"), die "Yellow Cupcakes" und "Chocolate Cupcakes", das "Rise Crispy Treat with Caramel" und "Rise Crispy Treat with Milk Chocolate and Caramel" und nicht zu vergessen unser "Caramel Chocolate Brownie". Die restlichen Sachen müssen garnicht weiterhin bearbeitet werden, dazu gehören "Caramel and Chocolate Dipped Pretzel", Caramel Pecan Bar, "Werthers Original Chewy Bar", "Pecan Cluster with Caramel and Milkchocolate", "Caramel and Marshmallow Roll", "Plain Caramel Square" "Milk Chocolate Square", "Dark Chocolate Square", "German Chocolate Square" (die Squares sind alle mit Karamell gefühlt, vergleichbar von der Bissfestigkeit mit Storks Riesen. Der Deutsche beinhaltet zusätzlich noch (typische deutsch) Kokosnuss und Pekannüsse), "Milk Chocolate Square with Sea Salt", "Dark Chocolate Square with Sea Salt" und last but not least, "Caramel with Chocolate Fudge".
Was natürlich nicht fehlen darf, und dafür ist unsere schöne "Werthers Original Karamell Küche" ja berühmt, das Karamell Popcorn". Dieses wird, wenn es gerade voll ist, so ca. alle halbe bis 3/4 Stunde frisch gemacht. Als erstes wird das Popcorn, ich sag jetzt mal gepoppt und in Boxen abgefüllt. Danach wird der Topf, in dem das Karamell und das Popcorn zusammenkommen mit Butter beschichtet, damit es später nicht zu einer zusammen klebenden Masse wird. Rein in den Topf mit dem Zeug und schon dauert es nicht mehr lange, bis sich der Geruch der unglaublich leckeren und frischen Leckerei im ganzen Laden verbreitet und die Gäste bei ihrem Einkauf mit Sicherheit auch beeinflusst. Schon ganz schön, wenn man weiß, dass die Gäste sich an etwas erfreuen, was du "geschaffen" hast! ;) Morgen hab ich dann meinen letzten Trainingstag! And I'm goin' to drizzle for shizzle!

Thursday, October 13, 2011

In besten Händen an der Westküste

Dienstag den 04.10. ging es um 3 a.m. in den Commons los. Ein riesen Dankeschön an dieser Stelle an Becks, die mich trotz später Stunde zum Flughafen gefahren hat. Mit Gebäck beladen, mit welchem man auch einen Monatstrip machen könnte, stand ich dann am Schalter um einzuchecken. Aber anders als wir es in Deutschland kennen, sind die Schalter nicht mit Menschen besetzt, sondern Computern, an denen man die Gepäckstückanzahl angeben und bezahlen muss und anschließend sein Ticket ausgedruckt bekommt. Lediglich die Gepäckannahme wird noch von Menschenhand gemacht. Lockerer Job würde ich mal sagen. Nun ja, der Rest verlief wie man es kennt, warten, boarden, losfliegen, landen, umsteigen, fliegen, schlafen, landen. Jetzt stellt euch das alles in einem unglaublich aufgeregten Zustand vor.  Nicht nur die langersehnte Westküste erwartete mich, sondern auch der Grund, warum ich diesen Urlaub eigentlich angetreten bin.  Mein, und ich sage es stolz, Freund, der auf Grund eines Auslandssemesters für 4 Monate in San Diego studiert und wohnt. Nach knapp 7 Stunden reisen, kam ich dann um kurz vor 10 a.m. Ortszeit an. Am Flughafen dann gleich die erste Geschichte erlebt, als ein junger Mann, Rucksack voll mit Bargeld, von einer Horde Polizisten in einen Hinterraum gebracht wurde. Wenn man den ganzen Filmen Glauben schenken kann, war es dort drin für den guten Übeltäter nicht so witzig.
Schon ganz nett zum Wohnen würde ich mal sagen,
euer Apartmentkomplex! :)
Alles Nebensache, denn der Höhepunkt kam ja erst, nämlich das Wiedersehen. Obwohl wir uns seit 2 Monaten nicht gesehen hatten, war es schon nach kurzer Zeit wieder so, als wären wir gar nicht voneinander getrennt gewesen. Das Wetter hatte leider keinen guten Tag, es war kühl und etwas regnerisch, aber wirklich wichtig war mir das in diesem Moment nicht. Das Apartment, indem er mit seinem deutschen Freund wohnt, liegt relativ zentral zwischen den wichtigsten Anlaufstellen, wie Strand, Uni und Downtown. Er hat mir an diesem Tag dann noch die Outletmall gezeigt, bis wir nach ein wenig Schaufensterbummeln wieder zurück gefahren sind, um dann direkt weiter zu einem indischen Restaurant zu fahren, welches in Downtown zwischen Clubs und Bars eine super Lage hatte. Jetzt war es aber auch langsam Zeit den Schlaf nachzuholen, den ich die letzte Nacht ja nun nicht bekommen hatte, also sind wir nach einem kurzen Spaziergang durch die Gegend zurück zum Apartment.
Am nächsten Tag war dann der Zoobesuch des weltbekannten (ja, weltbekannt!) San Diego Zoos angesetzt. Warm was es wieder nicht, aber süße kleine Koalas, rumtollende Orang-Utans und das dicke Nilpferd haben das Wetter zur Nebensache werden lassen. Am Abend dann hat es leider angefangen zu regnen, also machten wir das Beste daraus und gingen in Kino, wo wir uns den Film „Killer Elite“ anschauten (typischer Jason Statham Film, mit viel Geballer und ein bisschen Liebe).
Laguna Beach
Am nächsten Tag dann war es endlich soweit, der Trip nach Los Angeles stand an. Vormittags gemütlich auf den Weg gemacht, war unser erster Zwischenstopp Laguna Beach (das aus der MTV-Serie!!). Und ich muss sagen, einer der schönsten Orte an denen ich bis jetzt war. Unglaublich romantisch, das Wetter war sonnig und der Strand traumhaft. Alles hat gestimmt, die Umgebung, die Atmosphäre, und vor allem die Gesellschaft.
Als wir uns dann wieder auf den Weg machen wollten, hatte ich die grandiose Idee das Verdeck des Wagens, mit dem wir unterwegs waren, aufzumachen. Hat leider nicht ganz so geklappt wie wir es uns vorgestellt hatten, um euch mit den lästigen Details zu verschonen, was dabei rauskam war ein abgebrochener Hebel, ein Besuch bei Good Year und eine Reparatur durch Plastik-Zipper.  Da bestätigt es sich wieder, das Klischee,  dass amerikanische Autohändler und -vermieter, auch bei den wirklich guten Autos, rummogeln.  Den Tag wollten wir uns aber nicht vermiesen lassen, also sind wir weiter nach Venice Beach, einem Strand, an dem die Skater ihre Pipes, Basketballer ihre Körbe, Surfer ihre Wellen und Pumper ihre Geräte (der wohl bekannte Muscle Beach) haben. Interessante Leute, eine nette Promenade zum spazieren gehen und gemütliche Restaurants direkt am Strand die zum Mittagessen einluden. Mit vollgeschlagenen Bäuchen sind wir dann gegen 3 p.m. weiter nach L.A. rein, wo unser erstes Ziel Beverly Hills war. Ich kann schon verstehen, warum die Promis ihre Residenzen dort haben. Umgeben von Palmen, schönen Häusern und Einkaufstraßen, wie dem berühmten Rodeo Drive lässt es sich gut aushalten. 
Ein wirklich ausgesprochen gut gelungenes
Bild mit dem Hollywood Sign!
Auf der Suche nach dem besten, aber nicht zu weit entfernten Platz um das Hollywood Sign zusehen, führte uns der Weg in die Hollywoodland Berge, auf denen ein paar nette Häuschen stehen, in denen es sich sicherlich auch nicht schlecht leben lässt. Dieses Hollywoodland, war der eigentliche Grund für den Aufbau des berüchtigten Wahrzeichens, welches ursprünglich als Werbung für dieses Wohngebiet gedacht war. Nur um auch mal ein bisschen was wissenswertes in diesen Blog einzubringen. Da der Himmel um diese Zeit schon wieder etwas ergraut war, sind leider die Bilder nicht so gut geworden. Aber immerhin, wir waren da!
Was natürlich nicht fehlen darf, wenn man in L.A. ist, der Hollywood Boulevard, oder auch „Walk of Fame“.  Mit dem Parken ist es um einiges leichter gelaufen als ich gedacht hätte. So sind wir den Teil, der vor Reklame und Leuchtschildern nur so aufleuchtete, einmal rauf und runter gelaufen. Zahlreiche Sterne von Leuten, dessen Namen wir noch nie zuvor gehört hatten, wurden passiert um auch ab und zu mal über bekannte Größen wie Jamie Foxx, Bill Cosby, oder Britney Spears zu stolpern. Nicht fehlen dürfen natürlich Berühmtheiten wie Shrek, Schneetwittchen oder Kermit der Frosch (Pff aber eine Angelina Jolie hat keinen Stern!). Ein kurzer Abstecher zum Staples Center und in die Melrose Avenue haben den Trip dann gut abgeschlossen. Auf dem Rückweg bin ich leider etwas müde gewesen, und konnte den Tapferen Autofahrer nicht mehr großartig unterhalten. Aber der Tag lässt sich trotz kleinen Zwischenfällen nur mit dem Wort „perfekt“ beschreiben.
Freitag stand dann Disneyland auf dem Plan. Zu viert, Darius, Alexander, Izzy (als weibliche Unterstützung, auch aus Bremen und für ein Semester in San Diego) und ich, sind wir dann Vormittags los gefahren. Angekommen, muss ich mir vor Ort sagen lassen, dass dieser Tag ein „Block Out Day“ wäre, also mein Main Entrance Pass, mit welchem ich eigentlich 3 weitere Personen in jeden Disneypark weltweit umsonst reinnehmen darf, an diesem Tag lediglich für 20% auf die Ticketpreise zu nutzen wäre. Was soll man dazu sagen, mehr Pech kann man eigentlich gar nicht haben. Da Disney aber ja ein magischer Ort ist, wurde für uns (das darf ich eigentlich nicht verraten) eine Ausnahme gemacht. Schließlich sind wir extra für den Park so weit gefahren und das war dann der Ausschlag gebende Punkt uns den Einlass dennoch zu gewähren. Danke Mickey.
Paradise Pier in Disneyland
Disneys California Adventure war der Park für den wir uns entschieden haben. Ehrlich gesagt, wirklich begeistert waren wir alle nicht. Lediglich die Shows waren wirklich sehenswert. So haben wir uns zwei 3D Filme angeschaut und ein Aladdin Musical (das war wirklich unterhaltsam und hat den ganzen Besuch um einiges aufgerwertet). Auch die Wasser- und Lichtshow am Ende des Tages war beeindruckend. Etwas lang vielleicht, aber unglaublich schön. Auch wieder sehr romantisch, wenn man mit dem richtigen Mann an seiner Seite da ist (war ich übrigens!). Aber dieses Mal hat das Wetter den ganzen Tag sehr gut mitgespielt, sodass wir vor allem am Abend eine sehr schöne Atmosphäre an dem „Paradise Pier“, dem zentralen Punkt im Park, hatten. Die Rückfahrt haben Darius und ich auf der Rückbank dann beinahe komplett verschlafen.

Einfach kulitg - Pacific Beach
Samstag war dann schon der vorletzte Tag dieses Urlaubes. Aber auch diesen wollten wir voll und ganz nutzen und sind somit vormittags los zum Pacific Beach, einem nah gelegenen Strand von dem Apartment. Mein Freund ist wohl der einzige Mensch der es schafft, dass ich gerne spazieren gehe. Aber auch nur mit ihm. Interessante Häuser reihten sich aneinander, am Strand spielten unzählige junge Leute Volleyball und wieder war das Wetter genau richtig. Surfer allerdings warteten halbe Ewigkeiten auf gute Wellen, was teilweise lustig anzusehen war. Die Armen, in dem eiskalten Pazifik.
Coronado Beach
Unser nächstes Ziel war jedenfalls Coronado Beach, ein Strand an dem zum Beispiel der Film „Some Like it Hot“ mit Marilyn Monroe in dem Del Coronado Hotel gedreht wurde. Das spricht ja schon für sich, also ein wirklich schöner Strand. Sehr weit und so romantisch, dass sogar gerade eine Hochzeit dort stattgefunden hat. Dort haben wir uns dann erst mal ein wenig in die Sonne gelegt und ich war sogar im Pazifik. Ja gut, nur bis zu den Knien, aber es war auch einfach viiiel zu kalt! Irgendwann hat uns dann auch der Sand vertrieben, der uns dank der leichten Brise, die ganze Zeit aufs Handtuch und ins Gesicht gepustet wurde. War allerdings nicht ganz so schlimm, denn ein Strand stand für diesen Tag noch auf unserer Liste. 
La Jolla Beach Sunset
 La Jolla Beach, ein Strand in einem etwas besseren Viertel, optimal gelegen um sich den Sonnenuntergang anzuschauen. Inklusive Robben zum beobachten, die sich auf einem Stein sonnten und mit einander kabbelten. Nachdem wir nach einem Gang entlang der Mini-Klippen endlich einen passenden Platz zum gemütlich machen gefunden hatten, hatten wir nun die perfekte Sicht auf die Sonne, die langsam hinter der unendlichen Weite des Ozeans verschwand. Auf jeden Fall war dies einer der Höhepunkte des ganzen Aufenthaltes. Jede Frau würde sich so einen Moment wünschen, wenn das Meer so glitzert, der Himmel in verschiedenen Farben leuchtet und man all das in den Armen eines wichtigen Menschen genießen kann. Einfach traumhaft.
Im Anschluss sind wir dann wieder zurück zum Apartment gefahren, wo wir dann noch einmal den Whirlpool des Hauses zur Entspannung nutzen. Rasch fertig gemacht, sind wir dann noch in die Cheesecake Factory, ein Restaurant mit einer riiiesigen Auswahl an Gerichten und natürlich verschiedenen Cheesecakes. Ein Drittel meines Tellers konnte ich leerräumen, dann war aber auch schon Schluss. Diese Portionen sind definitiv für den Prototyp Amerikaner gemacht. Einen Original Cheesecake haben wir uns dann aber noch mitgeben lassen, wenn man schon mal in der Cheesecake Factory ist! Mit einem Glas des besonders erfrischenden Saftes der Traube für mich und einem Guten Jacki-Cola für ihn wurde dann auf die letzten wunderschönen Tage angestoßen, um danach erneut erschöpft ins Bett zu fallen.

Balboa Park
Damit kam dann auch schon unser letzter Tag und es macht mich wirklich traurig darüber zu schreiben, weil ich wirklich gerne wieder zurück möchte. Trotz des Gedankens, dass ich an diesem Tag noch abreisen würde, wollten wir ihn voll nutzen, also sind wir in den Balboa Park gefahren. Dieser ist ein riesiger Park in San Diego, indem es zwischen Rosen, Palmen und anderen schönen Pflanzen, auch Kunst- und Wissenschaftsmuseen zu sehen gab.  Somit war das genau der richtige Ort um das Wetter, den Tag und die letzten gemeinsamen Momente auf eine schöne Weise zu nutzen.
Am Nachmittag ging es dann auch schon wieder zurück nach Orlando, bzw. erst nach Phoenix und von dort aus dann weiter. Ein schwerer Abschied, mit der Hoffnung, dass es bis zum nächsten Wiedersehen nicht allzu lange hin ist.
Im Flieger dann, von Phoenix aus, saß neben mir eine Familie, Vater, Mutter, Tochter, Sohn, die sich auf ihrem Weg nach Disney World befanden. Ein kurzes Gespräch entstand, mit dem Inhalt, dass wenn sie den Epcot Park besuchen sollten, auf jeden Fall ein Besuch in der „Karamell Küche“ in unserem deutschen Pavillion empfehlenswert wäre. Und tatsächlich, stehe ich heute an der Kasse in diesem besagten Laden, als auf einmal der Vater mit Sohn vor mir stand. Als ich ihn dann darauf aufmerksam machte, dass ich die verschlafene Person war, welche im Flugzeug neben ihnen gesessen hatte, war die Reaktion wirklich niedlich. Leichte Verwirrung, aber total aufgeregt, weil dieser Zufall wirklich Film reif war.
Zusammenfassend kann man auf jeden Fall sagen, die Westküste der USA ist definitiv einen Besuch wert. Es gibt mehr zu sehen, als man vielleicht in 6 Tagen schaffen kann, aber dennoch schafft eine Menge, da vieles sehr nah aneinander gelegen ist.

Das wichtigste Fazit für mich aber ist, seit diesen 6 Tagen bin ich glücklicher als je zuvor. Nicht gesucht, aber gefunden.auseH

Tuesday, September 27, 2011

Arbeiten und wieder arbeiten. Und Essen. Und ein bisschen Leben!

Dass ich die letzten Wochen leider garnichts gemeldet habe, liegt in erster Linie daran, dass ich mich an dieses Arbeiten hier erst noch gewöhnen muss. Wirklich anstrengend ist der Job nicht, aber den ganzen Tag stehen und dass 7 -12 Stunden, 5 Tage am Stück, das schlaucht einen schon ein wenig. Und wenn ich dann mal Zeit habe versuche ich natürlich so viel von hier mitzunehmen wie möglich, sprich ich gehe aus, gucke mir Sachen an, probiere Neues. Darunter hat dieser Blog nun leider leiden müssen. Dafür versuche ich heute an meinem freien Tag so viel nachzuholen wie es nur geht. Und dafür habe ich mir überlegt, gliedere ich einfach Ereignisse so, dass ich nicht von den einzelnen Tagen, sondern von Geschehnissen und allgemeinen Feststellungen berichte. Angefangen mit der Arbeit bei Disney.

Epcot World Showcase
Der Tag beginnt für mich zwischen 9 a.m. und 1 p.m. und endet meistens um 9.45 p.m. mit dem Closing. Ab 15 Minuten vor Arbeitsbeginn kann man sich 'Ein Clocken' wie wir es nennen um offiziel zu bestätigen, dass man pünkltich zur Arbeit erscheint. Das eine Mal war ich so schrecklich spät dran, dass ich um 12.45.46 Uhr die Anwesenheit bestätigte. Um dies zu schaffen musste ich mit meinen furchtbar unbequemen Schuhen von dem Cast Member Bus bis zum Computer rennen, wo ich dann gerade so, vollkommen aus der Puste meine Personalnummer zur Anmeldung eingeben konnte. Hätte ich es nicht rechtzeitig geschafft, hätte ich einen halben Punkt bekommen auf meiner Recordcard. Diese zählt positive und negative Auffälligkeiten auf. Man darf nur eine gewisse Zahl an Punkten haben, bis man ein Reprimand bzw. eine Ermahnung bekommt. Punkte kann man außerdem noch bekommen, wenn man sich krank meldet, garnicht zur Arbeit erscheint oder aus anderen persönlichen Gründen am Tag der Schicht anruft, um die Arbeit abzusagen. Noch habe ich also eine weiße Weste und ich plane auch nicht dies in nächster Zeit zu ändern. Die positiven Erwähnungen kann man sich verdienen, indem man den Managern oder anderen Mitarbeitern, durch gute Arbeit oder beispielhaftem Umgang mit Gästen, angenehm auffällt. Es gibt dann die sogenannten 'Great Service Fanatic' Karten, die ausgefüllt werden. Mit diesen kann man auch ein Auto und anderes gewinnen, jedoch halte ich das für einen Trick um die jungen Leute zu guter Arbeit zu motivieren.
Ein guter Umgang mit Gästen, das bedeutet soviel wie: Immer freundlich Lächeln und begrüßen, respektvoll und geduldig sein, egal wie sich ein Kunde verhält. Jedem das Gefühl geben, die wichtigste Person des Tages zu sein, vor allem den Kindern. Einem weinenden Kind ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern zum Beispiel, ist wenn man in diesem Kostüm steckt, ein Teil dieses, ich nenne es jetzt mal Abenteuers ist, garnicht so schwer. In solchen Momenten merken dann selbst die Jenigen, die normaler Weise keinen Spaß an der Arbeit haben, wofür wir uns den ganzen Tag die Beine in den Bauch stehen und unseren Gesichtsausdruck auf Dauerlächeln stellen.
Immer in seiner Rolle bleiben, das beinhaltet auch Codewörter für Dinge, wie den Gang zu den Sanitären Anlagen zu nutzen, der in dem Fall als Gang in den Garten bezeichnet wird. Wenn wir durch ein, von jemand anderem gezogenen Assignment dazu aufgefordert werden unsere Pause zu nehmen, lautet der magische Satz 'Please go make more Haribo'. Es gibt dann mehr oder weniger vier Möglichkeiten bzw Orte, diese Pause zu verbringen. Da wäre zum einen Tisch, der sich draußen hinter dem Backstagebereich von Deutschland befindet. Ein Schirm, der Dank der Löcher leider nicht vor starkem Regen schützt, bietet aber zumindest bei Sonne einen angenehmen Schatten. Als wirklich gemütlich würde ich es nicht bezeichnen, aber alleine die Tatsache für 45, 30 oder 15 Minuten sitzen zu könne, macht diesen Ort zu einem der Wohl beliebtesten Plätze auf der Arbeit! ;) Option Nr. 2 ist der Breaktrailer, dieser steht eigentlich fast direkt neben unserem Tisch, aber wird meist nur genutzt wenn es regnet. Zudem wärmt man dort sein Essen in der Mikrowelle auf, holt sich etwas zu Essen/Trinken aus den Automaten oder bereitet seine 28 Cent Suppe von Wallmart mit heißem Wasser aus dem Wasserspender zu. Ein weiterer Ort um etwas zum Appetit Stillen zu bekommen ist die Cafeteria hinter dem 'American Adventure' Pavillion. Dort gibt es Pizza. Ja gut, es gibt auch Getränke, irgendwelche Sandwiches und sonstigen Krims Krams, aber wenn man dort hingeht, dann meistens für ein Stück Pizza. Last but (überhaupt nicht) least, die Cafeteria bei dem mexikanischen Pavillion. Dort gibt es ein Subway, täglich wechselnde Gerichte und und und. Natürlich auch Snacks und Getränke. Zudem ist diese Cafeteria relativ groß, so trifft man auch mal auf Cinderella oder Schneewittchens Prinzen, da auch diese mal was essen müssen. Und wenn die sieben Zwerge gerade mal nicht den Kochlöffel schwingen, dann muss eben ein ein gutes, frisches Sub her. Leider reicht gerade mal die 45 Minuten Pause um dort hinzukommen, wenn man gemütlich etwas essen will, denn der Weg dorthin ist nicht der Kürzeste. Soviel also zum Thema angenehmster Teil der Arbeit! Nun zu den verschiedenen Shops und meinen persönlichen Bewertungen dieser.

Eine sehr motivierte Mitarbeiterin! Ja, so bin ich! ;)
Angefangen mit dem Wein Laden. Wenn man hier arbeitet, kommt man häufig mit den Gästen ins Gespräch, vor allem wenn diese schomal deutschen Wein IN Deutschland getrunken haben. Weil ihre Familie dort her kommt.. so ca. 20 Generationen zurück..! Nunja, wenn es dann um die Beratung bzw. Empfehlungen geht, dann muss ich leider auf das zurück greifen, was mir andere Gäste zu den Weinen gesagt haben, oder von den Notizen hinter der Theke ablesen. Denn, Dank dem sinnvollen Gesetz, dass Alkohol unter 21 zwar nicht getrunken, aber ausgeschenkt werden darf, habe ich keine Ahnung wie die verschiedenen Weine schmecken, geschweige denn bin ich dazu fähig den Gästen zu sagen, welcher unserer Weine mit einem Chardonnay oder jeglichen anderen Weinen zu vergleichen wäre. Dennoch gefällt mir die Arbeit dort ganz gut. Und wäre es mir erlaubt Trinkgeld anzunehmen, dann wäre ich sogar täglich um ein paar Dollar reicher!
Als nächstes haben wir dann den Stein Shop, in diesem verkaufen wir Biersteine, diese super hübschen Krüge mit niedlichen Metalldeckeln die jeder Deutsche bei sich im Schrank stehen haben sollte (dezente Ironie unterlegt den Satz). Die Amis jedenfalls stehen drauf, von daher gibt es immer irgendwas zu verpacken oder für den Versand vorzubereiten. Ein besonderes Highlight in diesem Shop: die T-Shirts mit Aufdrucken wie 'Bier Lieferungs Guy', 'Fass Sicherheit', 'Bier Queen', Its the Wurst' oder 'Hier um das Bier'(?!).
Weiter gehts mit dem Christmas Shop, ein Laden in dem rund ums Jahr Weihnachtsdekoration verkauft wird. Ettliche Ornament in Form von Mickey Maus, Pluto, Cinderella, die Schöne und das Biest, Schneewittchen oder auch der sieben Zwerge. Natürlich gibt es auch etwas klassischere Objekte, wie Weihnachts- und Schneemänner, Glaskugeln, Glaskerzen oder Gurken (ja, denn die deutsche Tradition sagt, dass wir an Weihnachten eine Gurke im Tannenbaum verstecken, welche dann von den Kindern gesucht werden muss). Es ist schon ganz nett anzusehen, die Bäumchen mit ihren Glitzernden Ornamenten, aber dort zu arbeiten gehört nicht unbedingt zu einer der spannensten Aufgaben in meinem Job.
Der Candystore erfordert harte Disziplin und Selbstbeherrschung. Der frische Geruch von Karamell, der einem nicht aus der Nase geht und an dem man sich auch keines falls gewöhnen kann und eine Caseline voll mit allen Leckereien die man so liebt. Cupcakes, Erdbeeren mit Schokolade und Karamell, riesige Cookies in verschieden Variationen, Karamell-Äpfel in alles Mögliche wie Schokolade, Erdnüsse, Marshmallows, und Zucker getunkt (richtig gesund, ist ja schließlich mit Obst!) oder auch irgendwelche Karamell-Teig gemische machen einen schon vom Angucken dick. Andererseits macht es Spaß den kleinen Kindern die Zuckerbomben in die Hand zu drücken und zu sehen wie glücklich es sie macht. Das Beraten fällt hier, auch wenn man noch nicht alles probiert hat, um einiges leichter als im Wein Laden. Am besten ist immer das, mit der meisten Schokolade, in diesem Fall also der Schokoladen Cookie. Wenn man dann so die ganze Zeit süßes Zeug verpackt und hin und her läuft, da vergeht die Zeit gleich viel schneller. Auf jeden Fall ein großes Plus für die Position Caseline. Die Kasse in diesem Laden hingegen kann relativ anstrengend sein, da zu gegebenen Tageszeiten ein großer Ansturm zu erwarten ist und das mit dem Finger auf den Kassen-Bildschirm hacken zur Tortur wird. Besonders schön finde ich ja (und das ganz allgemein), dass dank der Steuern in Amerika, die bei dem angegebenen Preis nie inbegriffen sind, der tatsächliche Preis immer irgendwelche komischen zahlen wie $4,21, $3,74 oder $7,78 ist. Das macht dann mit dem Rückgeld immer besonders viel Spaß!
Auf der anderen Seite des Hofes im deutschen Pavillion geht es dann mit dem Kaufladen weiter, wo wir Adidas und Puma verkaufen. Besonders viel los ist in diesem Laden eigentlich nie, aus diesem Grund werden Fußbälle und Hacky Sacks zu allerlei Spielerei genutzt. Manchmal ist es sogar möglich Gäste zu Spielen zu animieren, oder einfach ein wenig mit den Kindern rumzukicken. Fazit, man kann in diesem Laden seinen Spaß haben, das wars dann aber auch schon.
Der Kuckucksuhren Laden ist einer der anstrengensten Geschäfte, alle 5 Minuten erklingt ein Kuckucksruf, und die Kuhglocken in jeglichen Farben werden gerne einmal von jedem der den Laden betritt 'ausprobiert'. Man ist erstaunt wie viele Leute 1.200 Dollar für eine Kuckucksuhr ausgeben. Aber auch hier kann man wieder Kinderaugen zum strahlen bringen, indem man einmal an den Zeigern einer Uhr dreht um das Vögelchen hervorzulocken. Dankbare Eltern und ein kicherndes Kind sind das Resultat. Interessant ist, dass jeder zweite Gast eine Großmutter mit einer Kuckucksuhr hat. Manchmal sind es wirklich interessante Geschichten die man dann erzählt bekommt und man mag manchmal garnicht glauben wie offen manche Leute über ihr Leben erzählen. Bei anderen bekommt man den Eindruck, sie wollen sich einfach mitteilen, egal wie.
Nun sind wir bei unserem letzten Geschäft angekommen, dem Spielzeugladen. In diesem verkaufen wir typisch deutsches Spielzeug, wie Steiff Kuscheltiere oder irgendwelche Bausets für Hubschrauber (die seit ca. 10 Jahren in den Regalen stehen). Aber da auch Disney selbst vertreten sein muss, verkaufen wir Rapunzel Bücher, Perücken, Kleider von ihr und auch Schneewittchen, Pins (die werden von manchen Gästen gesammelt und auch getauscht), Spielfiguren, Kuscheltiere und Spielzeugschwerter, -kronen. Ein Teil des Spielzeugladens ist der Kidcot. Diese Position ist, durch die Tatsache, dass man sitzt, sie wohl angenehmste und auch beliebteste von allen. Hier spricht man auch viel mit den Gästen, was zwischendurch wirklich Spaß machen kann.
Im Großen und Ganzen kann man sagen, es ist nicht der schlechteste Ort zu Arbeiten. Und auch wenn man körperlich nicht sonderlich viel leistet, kann man am Ende eines Arbeitstages schon behaupten man hätte etwas erreicht. Zumindest für einige der Gäste, die einem durch ein einfaches, ehrliches Dankeschön (häufig sogar auf Deutsch) ein gutes Gefühl zurück geben. Und da ich mir heute eeeendlich vernünftige Arbeitsschuhe gekauft haben (hässlich und nicht günstig aber super bequem), ist auch das Stehen in Zukunft nicht mehr ganz so schlimm.

Mit Isabel und Becks im Chillers. Frozen Drinks: $1
Nun bin ich nach einem langen Tag meistens so müde, dass ich mich nicht mehr dazu aufraffen kann etwas Produktives zu machen, wie zum Beispiel etwas für den Blog zu verfassen. Tausend Gedanken schwirren mir dann im Kopf rum, aber festhalten scheint mir, wenn ich dann um 10.30 p.m. zurück im Apartment bin, unmöglich. Entspanntes Quatschen mit meiner norwegischen Mitbewohnerin Karianne hingegen ist dann genau das was ich brauche. Oder auch auf eine Cola und eine Folge 'How I met your Mother' zu Becks (Rebecca ist ihr eigentlicher Name, aber gibt es einen cooleren Spitznamen als die Marke des besten Bieres im deutschen Norden und auch sonst überall?!) um den Tag locker ausklingen zu lassen. Soetwas erscheint mir dann immer als das Sinnvollste um runterzukommen. Ab und zu dann auch mal den in Downtown Orlando gelegenen Club 'Chillers' besuchen um ein wenig das Tanzbein schwingen und die Stadt selbst, das macht das Leben hier zu einem guten Leben.
Downtown Orlando
Zu einem Entdecken von Neuem und das jeden Tag aufs Neue. Man sieht neue Leute, neue Teile eines Ortes, der nun für ein Jahr mein Zuhause ist. Auch wenn ich manchmal nur durch den Kontakt zu besonderen Menschen aus meinem 'anderen Leben' wieder Kraft ziehe (das klingt wahnsinnig schnulzig, ich entschuldige mich dafür), hab ich unter anderem durch die vielen netten Menschen die ich hier nun schon kennen gelernt habe eine tolle Zeit.

Dieser Artikel ist nun auch lang genug und somit ist dies mein Schlusswort für heute. Ich werde versuchen wieder öfter die Zeit zu finden etwas zu schreiben, damit ihr auch wisst was hier so geht in Florida, dem, obwohl es hier dafür häufig regnet, wunderschönen Sonnenstaat der weit entfernten USA.

Saturday, September 3, 2011

Ungeschickt und feiertüchtig

Also der Mittwoch Abend lief noch leicht anders als geplant, als Karianne (mein Roomie) von der Arbeit zurück kam. Sie hatte vor noch los zuziehen und ich hatte ihr vorher am Tag gesagt, dass ich ihr, wenn sie möchte, gerne das Make-Up machen würde. Das war schnell getan, also hatten wir noch Zeit um in die Outlet-Mall zugehen, wo wir nach passenden Schuhen für ihr Abendoutfit gucken wollten. 2 Schuhgeschäfte und ein paar umwerfende neue High Heels später (ich bin stark geblieben und habe mir keine gekauft) sind wir dann zurück ins Apartment, wo sie sich dann weiter fertig gemacht hat. Sehr hübsch sah sie aus als sie dann los ging um ins Chillers, einen der beliebtesten Clubs hier in Orlando, zu gehen. Ich ging ins Bett. Ja das war leicht deprimierend, aber ich hatte viel Spaß dabei, ihr beim Zurechtmachen für den Abend zu helfen.
Am Donnerstag dann bin ich halt um 5.00 a.m. aufgestanden, hab gegessen, geduscht und bin los (im Dunkeln) zur Bushaltestelle. Aber im Bus dann, auf dem Weg zu dem Social Securitiy Kram, habe ich den wahrscheinlich schönsten Sonnenaufgang aller Zeiten (meiner zumindest) gesehen! Also war der Start in den Tag schonmal garnicht mehr so sehr schlimm. Über das Warten vor Ort gibt es nichts Interessantes zu sagen. Um knapp halb 10 a.m. war ich wieder auf meinem Zimmer und in meinem Bett. Ich konnte nochmal 1 1/2 Stunden schlafen, bevor ich aufstehen musste um mich für die Arbeit fertig zu machen. Arbeit. Jaaa, also ich hasse den Wineshop jetzt schon. :) Eigentlich macht die Arbeit dort viel Spaß, weil man häufiger mit den Leuten ins Gespräch kommt. Aber nachdem mir an Tag 1 im Wineshop die Flasche zerbrochen ist, ist mir gestern ein Flaschenöffner kaputt gekommen und heute hab ich es geschafft mit einem neuen Flaschenöffner den Korken in eine der Flaschen zu drücken, bei dem Versuch sie zu öffnen. Immerhin ist es der Nächsten, die es versucht hat, auch passiert, also fühl ich mich ein bisschen weniger ungeschickt. Aber irgendwie ist da der Wurm drin, drückt mir die Daumen, dass sich das noch ändert! Ansonsten war gestern ein guter Arbeitstag, so langsam fühlt man sich auch an den Kassen etwas sicherer, was die ganze Arbeit um einiges entspannter macht.
Karianne und ich im Santa Fe, super guter Abend!

Um 10.30 p.m. war ich ca. zurück im Apartment, wo mich Karianne dann fragte, ob ich mit ihr ihr kommen wolle ins Santa Fe (eine Bar, die wirklich einen sehr rustikalen, amerikanischen Eindruck macht), wo an diesem Abend ein Treffen der Norweger und Kanadier stattfand. Kurz überlegt und dann überzeugen lassen. Schnell haben wir uns beide casual-mäßig schick gemacht und sind dann los in eins der Nachbarapartments, in dem wir dann bereits einige der Norweger antrafen. Ein wirklich nettes Volk, ich habe mich sofort integriert und wohl gefühlt! Mit dem Taxi sind wir dann alle zusammen losgedüst, genau wie wir dann gegen 2 a.m. wieder gemeinsam zurück gefahren sind. Noch kurz eine sogenannte "Aftershow Party" besucht, bzw einfach ein Apartment in dem noch einige Leute zusammen saßen und geredet haben, und bin dann mit Karianne zusammen zurück in unser kleines Heim. Geschlafen haben wir ungefähr um halb 5 a.m., aufgestanden sind wir dann um 1 p.m.! Aber der Abend war schon alleine deshalb so toll, weil ich mich immer und immer besser mit meinem Rommie verstehe, wir sind was vieles angeht auf einer Wellenlänge. Ich freue mich schon wahnsinnig auf die ganzen Sachen, die wir noch gemeinsam machen werden in Zukunft.

Ich musste heute erst um 6 p.m. arbeiten, also konnte ich heute mit Antonia noch an den Pool gehen, um endlich mal etwas Farbe zu bekommen. Tiefenentspannt lag ich auf der Liege und habe die Sonne nur so aufgesogen. Man sollte wirklich jede Sekunde hier nutzen, um das Wetter, solange es noch nicht regnet, zu genießen. Das wirkt sich unglaublich stark auf den Gemütszustand aus! :) Dann von 6 p.m. bis 1 a.m. (Dienstags und Freitags haben wir zusätzliche Magical Hours oder hier auch liebevoll Tragical Hours genannt, also schließt der Park statt um 9 um 12 p.m.) gearbeitet und am Ende noch eine Brezel aus dem Food und Beverage Bereich bekommen, liege ich nun in meinem Bett und schlafe fast ein, während ich tippe. Das war hoffentlich Outro genug, und somit eine gute Nacht bzw einen guten Tag!

Wednesday, August 31, 2011

Regular Days Off

Allem Anschein nach, werden meine regulären freien Tage Dienstags und Mittwochs sein. Demnach hatte ich gestern und heute frei.
Bis 10 geschlafen, bin ich dann gestern Mittags mit Anna, Svenja und Antonia zu der Outlet Mall gegangen, die 5 Minuten Fußweg von den Commons entfernt ist. Endlich habe ich meinen lang ersehnten, eiskalten Chai Tea Latte bei Starbucks bekommen, auf den ich, schon seit ich hier bin, Lust hatte. An den Brunnen direkt vor dem riesigen Food Court gesetzt und bei (noch) gutem Wetter die Getränke in vollen Zügen genossen! Antonia musste anschließend leider arbeiten und Svenja einkaufen. Also haben Anna und ich uns überlegt den Magic Kindom Park hier in Disney World zu besuchen. Stefan, der auch bei uns im Arrival war, ist dann noch spontan dazu gestoßen. Also machten wir uns auf den Weg, machten ein paar Schritte, die Main Street dort runter bis zum Schloss, als es plötzlich anfing zu regnen. Den Rest des Abends sind wir dann also mehr oder weniger von Attraktion zu Attraktion, zu Restaurant, zu Attraktion gerannt (Jetzt hab ich übrigens Halsschmerzen, dank der Regen-Klimaanlagen-Abwechslung!). Aber Die Philharmagic (ein kleines Kino, in dem ein 3D Film gezeigt wird, mit einigen der Disney-Stars und Donald in der Hauptrolle) war echt cool, genau wie die Fahrt in den Tassen des Hutmachers aus Alice im Wunderland (Dank Stefan 500 Umdrehungen die Sekunde). Man kann also auch wenn man kein kleines Kind mehr ist, sehr viel Spaß haben. Aber der Regen war echt doof!

Abends haben wir dann noch eine heiße Schokolade bei Anna und Svenja getrunken und, wie soll es anders sein, über alles mögliche gequatscht. Noch ein bisschen Family Guy geguckt, haben wir dann später noch kurz die Location rüber zu Antonia gewechselt, wo eine ihrer Mitbewohnerinen mir bei Facebook meinen verlorenen Zwilling gezeigt hat. Zugegeben, auf manchen Bildern war die Ähnlichkeit nicht so groß, andere aber wiederum könnten Leute, die mich jetzt nicht so sehr gut kennen, schon in die Irre führen. Auf jeden Fall war das ein lustiger Tag und eine gute Ablenkung von dem kleinen bisschen Heimweh was ich zur Zeit habe.

Heute war dann weniger spektakulär. Viel mehr außer einem kurzen Einkauf bei Walmart mit Anna und Lena hab ich nicht gemacht, da ich mich leicht krank fühle und das wirklich nicht verschleppen möchte. Außerdem hat es schon wieder geregnet wie aus Eimern, zumindest den Nachmittag lang. Morgen muss ich um 6.10 a.m. bei dem Commons Clubhouse sein, wo wir dann von einem Bus zu irgendeiner Stelle gebracht werden, wo wir dann unsere Social Security Nummer beantragen. Danach muss ich dann von 12 p.m. bis 9.45 p.m. arbeiten, also werde ich mich jetzt entspannt noch kurz aufs Sofa packen um ein bisschen irgendwelche komischen Ami-Sendungen zu gucken und dann auch gleich schlafen gehen. Küsse nach Bremen, Deutschland und San Diego :)